Eines der großen Lebensthemen: Angst

Kaum ein anderes Gefühl mindert die Lebensqualität so sehr wie die Angst.

Dabei handelt es sich um eine überlebenswichtige Funktion. Denn ohne diese Fähigkeit wären unsere Vorfahren allesamt vom Säbelzahntiger gefressen, vom Mamut zertrampelt, verbrannt oder ertrunken. Es gibt also so etwas wie eine „gesunde Angst“. Demnach muss es auch eine krankmachende Angst geben.

Nämlich jene, die nicht wirklich auf eine Gefahr hinweist und uns in irgendeiner Form blockiert. Dies ist z.B. bei den sogenannten Phobien der Fall. Unsere Vorfahren taten gut daran, sich vor Spinnen in acht zu nehmen. Schließlich waren viele von ihnen tötlich. In Afrika oder Australien ist das auch immer noch so – aber unsere Hausspinne? Eine grundsätzliche Furcht gilt dem Unbekannten. Und mit Hilfe unserer Phantasie sehen wir manchmal sogar Gespenster.

Angst durch Gespenster

Wir fürchten uns vor der Zukunft, vor peinlichen Situationen, Krankheiten und schließlich vor dem Tod. Vorbeugende Handlungen sind hierbei allerdings  sehr hilfreich, denn sie verbessern die Lebenslage. Doch was kann man gegen all die Gefahren unternehmen, die uns durch die Medien präsentiert werden? Eine gewisse Hilflosigkeit ist oft die Folge.

Schließlich spuken da auch noch ein paar Ängste aus der Kindheit in uns herum, die wir uns nie wirklich bewusst gemacht haben.

Wie also umgehen mit Angst?

Das Wichtigste ist wohl, klar unterscheiden können zwischen Gefahr bzw. Furcht und Hysterie – also zwischen begründeter und unbegründeter Angst. Die Bewältigung der begründeten Angst liegt im Handeln. Hysterie aber bietet keine Möglichkeit zu handeln und kann sich sehr leicht zu Panik steigern. Hier helfen Strategien, die sich im Kopf abspielen, wobei dies dann genau das Handeln ist. Solche Strategien können u.a. durch Coaching oder in einer Psychotherapie erlernt werden.

Das Angst Prinzip

In Angstsituationen schaltet unser Gehirn die Planungsfähigkeit ab, damit wir möglichst schnell und intuitiv handeln können. Der Botenstoff Adrenalin wird produziert und erhöht unsere körperliche Leistungsfähigkeit. Dabei sind wir in einem angespannten Zustand. Rast gerade ein Auto auf uns zu sind wir so besser in der Lage auszuweichen. Besteht keine konkrete Gefahr, reagiert unser Nervensystem dennoch genauso. Dann gilt es der Anspannung entgegenzuwirken. Autogenes Training, Achtsamkeitsübungen oder Meditation helfen hier sehr gut. Im entspannten Zustand können wir wieder besser denken und vor allem feststellen, dass kein Grund zur Panik vorliegt. Das Adrenalin baut sich ab, der Herzschlag verlangsamt sich wieder und die Situation wirkt nicht mehr gefährlich.

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