Unterstützung in der Trauerbewältigung

Jeder empfundene Verlust erzeugt eine gewisse Trauer. Wir meistern diese Situationen schon seit frühester Kindheit. Verdrängung der Trauer wird dabei allerdings leider manches Mal als Trauerbewältigung erlebt und das hat Folgen.

Trauern ist ein wichtiger und gesunder Prozess, der aber nicht immer auf das Verständnis der Mitmenschen stößt. Ab einer gewissen Dauer wird Trauerverhalten (über acht Monate) sogar als „abnormale Trauerreaktion“ definiert. Dabei ist die Intensität einer Trauer so individuell wie der Mensch selbst.

Verluste können so schlimm sein, dass unser Abwehrmechanismus ihn ins Unbewusste verdrängt. Das ist auch gut so aber er sollte da nicht ewig bleiben. Verluste können aber auch gerade im Moment stören und bewusst unterdrückt werden. Hier gilt das gleiche wie beim verdrängten Verlust.

Die unbewussten Trauergefühle wirken dennoch auf uns ein – auch wenn wir das nicht immer zuordnen können. So können sich zum Beispiel unverarbeitete Verluste als starke Eifersucht in Beziehungen zeigen.

Trauerbewältigung ist bewusste Trauer

Der wahrscheinlich meist verbreitetste Anteilnehmer in Momenten der Trauer ist das Kissen…

Instinktiv steigt unsere Trauer eher auf, wenn wir alleine sind. Einerseits sind wir dann nicht so abgelenkt und andererseits müssen wir niemandem zumuten unser „Elend“ zu ertragen. Und wie lautet der Satz nach der Trauer meistens? „Jetzt geht es mir irgendwie besser“.

Die äußere Situation hat sich eigentlich nicht geändert aber die innere Situation. Genau an dieser Stelle wäre es nun wichtig, die Trauer im Bewusstsein zu lassen, da sie mehr oder weniger „ihr Pulver verschossen“ hat. Natürlich wird sie auch wieder stärker werden aber sie kann uns dann  nicht so gut „überfallen“ wie sie das aus dem Unbewussten vermag.

Trauer im Bewusstsein bedeutet, sich eher in einer ruhigen Stimmung zu befinden als in Partylaune – und das ist völlig in Ordnung. Allzu groß ist allerdings die Angst vor Ablehnung und Ausgrenzung. Die Gefahr, die Verlustempfindungen wieder zu unterdrücken entsprechend groß.

Wie ich dabei helfen kann

Innerhalb einer Psychotherapie oder eines Coachings können und sollen Sie Ihre Trauer wahrnehmen, als etwas empfinden, dass richtig ist und feststellen, dass darauf keine Ablehnung folgt. Gemeinsam können jene Situationen ermittelt werden in denen eine Unterdrückung der Trauer wirklich notwendig ist und solche, in denen es vielleicht nicht so ist. So gelangt die Trauer nach und nach in das Leben, wird verarbeitet (und somit entwaffnet) und macht mehr und mehr Platz für all die positiven Empfindungen.